Eichsfelder Sang
 
1. Strophe
Bist du gewandert durch die Welt,
auf jedem Weg und Pfade, schlugst
auf in Nord und Süd dein Zelt, an Alp
und Meergestade: hast du mein
Eichsfeld nicht geseh'n mit seinen
burggekrönten Höhn und kreuzfidelen
Sassen, dein Rühmen magst du lassen.


3. Strophe
Beut auch die Scholle ihren Sold
oft karg der Müh', dem Schweiße: nur
frischer durch die Adern rollt das Blut
bei frohem Fleiße. Und ist die Welt nicht
breit und lang? Hinaus mit Reff und
Arbeitsdrang! Es zollt auch fremde Erde
das Gut dem heim'schen Herde.
2. Strophe
Dort, wo die junge Leine fließt, die
Unstrut wallt zu Tale, der Hülfensberg
die Werra grüßt, der Ohmberg seine
Hahle, die Wipper flutet durch die Au,
landauf, landab, welch feine Schau auf
Tal und Hügelketten und schmucke
Siedelstätten.


4. Strophe
Dem Herd, an dem in frommer Zucht
die treue Gattin waltet, und Kindern,
gleich des Ölbaums Frucht, die Händchen
betend faltet; dem Haus, wo noch der
Herrgott gilt, und nicht nur, was den
Magen stillt, wo felsenfester Glaube die
Blicke hebt vom Staube.
 
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Ansicht:
Dieteröder Klippen
5. Strophe
Eichsfelder mit Frohwanderblut und
liederreicher Kehle, heim, heim steht all
dein Herz und Mut, dein Sinn und deine Seele,
heim, wo das Kreuz vom Hügel ragt und
dir von Gottes Liebe sagt: schlägt deine
letzte Stunde, es sei auf Eichsfelds Grunde.
Text,
Hermann Iseke
Melodie,
Karl Wisniewski
von 1902

Eichsfeld Lied als Melodie